Dr. Sonja Kübler
Humboldt-Universität zu Berlin
Geographisches Institut
Abt. Klimatologie
Sitz: Rudower Chausee 16
Post: Unter den Linden 6
D-10099 Berlin
Tel.: (030) 2093-9364
e-mail: → Mail
Beruflicher Werdegang
- Jahrgang: 1976
- Geburtsort: Gräfelfing
Ausbildung
- 04.2002 - 01.2006 Promotion zum
Dr. rer. nat. an der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen
des GRK 780 "Stadtökologische Perspektiven I" - 2001 Abschluss der Diplomhauptprüfung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
mit dem Hochschulgrad "Diplom-Landschaftsökologin"; Diplomarbeit: „Die Heuschreckenfauna
im Raum Telgte unter besonderer Berücksichtigung von Trockenstandorten“
Berufliche Tätigkeiten
- 02.2006 - 10.2007 Freischaffende Ornithologin/Ökologin
Veröffentlichungen und Öffentlichkeitsarbeit
Veröffentlichungen
Sonstige Öffentlichkeitsarbeit
1. Fernsehen
2. Internet
3. Zeitung
4. Radio
Forschungsprojekt
Coevolution von Menschen und Vögeln in Berlin und Seattle - Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Avifauna
Von Wissenschaftlern der Humboldt-Universität zu Berlin wird untersucht, wie Menschen und Vögel miteinander in Beziehung treten bzw. sich gegenseitig beeinflussen.
Ziel des Forschungsprojektes ist es, zu verstehen, wie die Präsenz und das Verhalten der Vögel von uns Menschen beeinflusst wird. Beispiele sind Vogelfütterung,
künstliche Nisthilfen oder auch Vogelabwehrmaßnahmen (Attrappen, Spikes u. A.). Aber auch die umgekehrte Seite wird betrachtet: Wie wird unser Leben von Vögeln berührt?
Wie wirkt zum Beispiel ihr Gesang auf uns? Fühlen wir uns manchmal gestört, zum Beispiel durch Verunreinigungen? Ein Augenmerk wird hierbei auf drei bekannten und
weitverbreiteten Vogelarten liegen. Als erster Schritt in diesem Forschungsprojekt ist eine Befragung von Berliner Anwohnern geplant. Insgesamt wurden 10 Probeflächen
im Berliner Stadtgebiet ausgewählt. Seit Juli 2008 wird die Fragebogenstudie in folgenden Wohngebieten durchgeführt (es wird ein Ausschnitt von ca. 20 ha bearbeitet):
• „Stadtzentrum“: Moabit und Kreuzberg
• „Villenviertel“: Dahlem und Karlshorst
• „Hochhaussiedlung“: Gropiusstadt und Märkisches Viertel
• „Einfamilienhaussiedlung“: Rudow und Mariendorf
• „Dorf“: Blankenfelde und Lübars
Die Flächen sind unter anderem durch eine unterschiedliche Bebauungsstruktur und Vegetation bzw. durch eine unterschiedliche Urbanität gekennzeichnet. Die
Fragebogenstudie wird u.a. durch Handzettel und Poster angekündigt, siehe Pdf-Datei:
Die Ergebnisse der Befragung werden hier online präsentiert werden.
Neben der Fragebogenstudie ist auch die Untersuchung von Vögeln auf den Probeflächen geplant. Verhaltensbeobachtungen sind z.B. in Vorbereitung.
Nächstes Jahr werden dieselben Studien in Seattle in Zusammenarbeit mit der „University of Washington“ durchgeführt. Die Ergebnisse der beiden Städte
werden dann miteinander verglichen. So werden allgemeingültige und neue Aussagen zum Thema Coevolution von Menschen und Tieren in der Stadt möglich sein.
Erste Ergebnisse:
Zunächst möchten wir uns ganz herzlich bei allen BerlinerInnen bedanken, die bei dieser Fragebogenstudie teilgenommen haben!
Insgesamt haben wir auf den 10 Probeflächen knapp 500 Befragungen durchgeführt.
Die Auswertung der Fragebögen wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Eine kleine Übersicht erster Ergebnisse gibt dieses Poster, welches für die Jahresversammlung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft im
Oktober 2008 entworfen wurde.