Stadtökologische Perspektiven II
Schrumpfende Großstädte: Strukturwandel als Chance für urbane
Naturentwicklung und verbesserte Lebensumwelt der Stadtbewohner

Zusammenfassung

Das Graduiertenkolleg 780 war in der ersten dreijährigen Förderungsperiode mehr der Entwicklung allgemeiner stadtökologischer Perspektiven von Metropolen wie Berlin gewidmet. Es fokussiert nun sein Forschungsprogramm im Verlängerungsantrag auf den in großen Städten aktuell relevanten Prozess der Schrumpfenden Großstadt. Die 14 Teilprojekte der 10 das Kolleg tragenden Berliner Hochschullehrer(innen) sind 2 Workpackages zum Natürlichen und Gesellschaftlichen System Stadt zugeordnet. Die Untersuchung der Auswirkungen des Schrumpfungsprozesses, die Herausarbeitung der Chancen und Risiken für eine urbane Naturentwicklung und deren Bedeutung für die Stadtbewohner stehen im Mittelpunkt der Kollegarbeit. Das ökologische, soziale und ökonomische Entwicklungspotenzial von urbanen Verfügungsflächen, wie z. B. Stadtbrachen, ist als Grundlage für verschiedene Nutzungsoptionen herauszuarbeiten. Dies soll beispielhaft von verschiedenen Blickrichtungen her geschehen.
Als wesentliches Ergebnis ist ein Erkenntnisgewinn hinsichtlich natürlicher und gesellschaftlicher Mechanismen, Folgen und Wechselwirkungen im Rahmen des urbanen Strukturwandels zu erwarten, der auch zu einer Optimierung der Lebensumwelt von Stadtbewohnern beitragen soll. Weiterhin werden Schlussfolgerungen für die Entwicklung planerisch nutzbarer Steuerungsinstrumente zu erzielen sein, die für die Gestaltung des neuartigen Prozesses der "Schrumpfenden Stadt" bisher noch nicht zur Verfügung stehen.